Liebe Kundinnen und Kunden, liebe Partnerinnen und Partner,
2022 war für mich ein Jahr voller Kreativität, Leidenschaft – und vor allem voller guter Zusammenarbeit. Dafür möchte ich von Herzen Danke sagen.
Danke für das Vertrauen.
Danke an alle Kundinnen und Kunden, die mir ihre Marken, ihre Ideen und oft auch ihre Zukunftsthemen anvertraut haben. Ich durfte auch in diesem Jahr wieder viele spannende Projekte begleiten – strategisch, gestalterisch und manchmal weit über das Design hinaus. Genau diese Tiefe und dieses gemeinsame Denken machen meine Arbeit so besonders.
Du kannst die Welt nur im Kleinen ändern – aber manchmal ist das Kleine etwas größer.
So wie im Fall der 11 Meter hohen Skulptur des Künstlerkollektives Inges Idee aus Berlin. Als Designerin habe ich auch gern die Finger mit im Spiel, wenn es um die Gestaltung meiner Umwelt geht, in der in lebe. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich seit Jahren im Verein Weserfreunde e.V. engagiere. Wir haben z.B. den Weserstrand in Minden initiiert und die Stadtblänke.
Bei einem Gespräch, in dem es eigentlich um Sponsorengelder ging, wurde die Idee eines Kunstwerkes für die Stadt geboren. Der Stein war ins Rollen gebracht und eine kleine „Kunstkommision“ mahte sich auf die Suche nach Ideen und Vorschlägen, was in Bezug auf Kunst nicht einfach ist. Letztlich holten wir uns der Rat bei Roland Nachtigäller, dem damalige Direktor des Marta in Herford. Er schlug mehrere Künstler vor, die bereits erfolgreich im Öffentlichen Raum Projekte verwirklicht hatten. Wir formulieren unsere Wünsche und die Ansprüche an den Standort (Hochwasser usw.) und luden Benjamin Bergmann aus München und Inges Idee aus Berlin nach Minden ein, damit sie konkrete Ideen entwickeln und Vorschläge machen konnten.
Von den ersten konkreten Ideen bis zur Aufstellung sind vier Jahre vergangen. Am 26. Januar 2022 war es endlich soweit.
Das Leben hat viele Gelegenheiten, nutze sie.
Der Hinterlandhack 2022 war für mich etwas Besonderes: Es war der erste Hackathon, an dem ich live teilgenommen habe – nach meinen Erfahrungen bei Coding Da Vinci und dem Kulturhackathon OWL, die beide online stattfanden.
Hackathons faszinieren mich, weil hier Menschen aus ganz unterschiedlichen Disziplinen zusammenkommen: Entwickler:innen, Designer:innen, Projektmanager:innen, Kreative. In kurzer Zeit entstehen Ideen, Prototypen und Lösungsansätze, die im Alltag oft Wochen oder Monate brauchen würden. Genau dieser konzentrierte, offene Arbeitsmodus macht für mich den Reiz aus.
Beim Hinterlandhack ging es nicht nur ums Coden. Es ging ums gemeinsame Denken, ums Hinterfragen von Annahmen und darum, komplexe Themen schnell greifbar zu machen. Als Designerin bringe ich dabei Visualisierung und Nutzerperspektive ein – eine Rolle, die in interdisziplinären Teams gern angenommen wird.
Ein großes lob an das Team von der Founders Foundation in Bielefeld, die jedes Jahr den Hinterlandhack organisiert.
Diese Hackathons zeigen, wie wertvoll kollaborative Formate für Innovation sind. ich habe für mich erkannt, die Verbesserung von digitalen Produkten, Co-Creation und nutzerzentriertes Denken gehören fest zu meiner beruflichen Zukunft.
Und auch 2022 hat wieder gezeigt, wie wenig planbar – und gleichzeitig wie voller Möglichkeiten – Selbstständigkeit sein kann. Projekte, Begegnungen und neue Themen haben mich gefordert, inspiriert und weitergebracht. Nicht alles war leicht, aber alles hatte seinen Sinn.
Rückblickend bin ich dankbar für das Vertrauen meiner Kundinnen und Kunden, für spannende Zusammenarbeit und für die Erkenntnis, dass Weiterentwicklung oft dort beginnt, wo man sich auf Neues einlässt. 2022 war kein Jahr des Stillstands, sondern eines des Lernens, Verfeinerns und Neuausrichtens.
Was bleibt, ist Zuversicht – und die Lust, diesen Weg weiterzugehen. Wohin er führt? Darüber schreibe ich dann im nächsten Rückblick.
Die Welt ist voller Probleme – aber sie ist auch voller Lösungen!