Für alle, die noch mehr lesen wollen, verlinke ich hier zum Artikel auf der Seite der Weserfreunde Minden
So wie im Fall der 11 Meter hohen Skulptur des Künstlerkollektives Inges Idee aus Berlin. Als Designerin habe ich auch gern die Finger mit im Spiel, wenn es um die Gestaltung meiner Umwelt geht, in der in lebe. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich seit Jahren im Verein Weserfreunde e.V. engagiere. Wir haben z.B. den Weserstrand in Minden initiiert und die Stadtblänke.
Bei einem Gespräch, in dem es eigentlich um Sponsorengelder ging, wurde die Idee eines Kunstwerkes für die Stadt geboren. Der Stein war ins Rollen gebracht und eine kleine „Kunstkommision“ machte sich auf die Suche nach Ideen und Vorschlägen, was in Bezug auf Kunst nicht einfach ist. Letztlich holten wir uns der Rat bei Roland Nachtigäller, dem damaligen Direktor des Marta in Herford. Er schlug mehrere Künstler vor, die bereits erfolgreich im Öffentlichen Raum Projekte verwirklicht hatten. Wir formulieren unsere Wünsche und die Ansprüche an den Standort (Hochwasser usw.) und luden Benjamin Bergmann aus München und Inges Idee aus Berlin nach Minden ein. Sie sollten sich die Situation vor Ort ansehen und konkrete Ideen und Vorschläge entwickeln.
Von den ersten konkreten Ideen bis zur Aufstellung sind vier Jahre vergangen. Am 26. Januar 2022 war es endlich soweit.
von links: Detlef Sönnichsen, Hans Hemmert von Inges Idee, Liane Hellmund, Helmut Reuter von den Rotariern (Sommergrünkohltruppe)
Solche Projekte entstehen nicht über Nacht. Sie brauchen Geduld, Offenheit, fachlichen Austausch – und Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Die Skulptur der Künstlergruppe Inges Idee – die übrigens auf der ganzen Welt Projekte umgesetzt hat – lädt zum Innehalten ein, zum Gespräch, zum Perspektivwechsel. Und vielleicht erinnert sie uns daran, dass Veränderung oft dort beginnt, wo Menschen anfangen, ihre Umgebung bewusst mitzugestalten.